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Die demografische Krise
  Spätestens seit der hitzigen Diskussion ums „Eva-Prinzip“ ist das Thema auch in der breiten Öffentlichkeit angekommen: „Wenn Frauen sich zunehmend zu maskulinen Wesen entwickeln, werden wir keine Nachkommen mehr haben“, behauptete Fernsehmoderatorin Eva Herman im Sommer 2006. Die Lösung des Problems nach dem „Eva-Prinzip“: Frauen besinnen sich zurück auf ihre traditionelle Rolle – die Emanzipation wird rückgängig gemacht. Die zunehmende wirtschaftliche und soziale Gleichstellung der Geschlechter ist allerdings nur einer der vielen Gründe dafür, dass in den Industrieländern immer weniger Kinder geboren werden. Ein wachsender Lebensstandard und Weiterentwicklungen in der Medizin sorgen gleichzeitig für steigende Lebenserwartungen. Die Gesellschaft wird also alt, und sie schrumpft: „In den Industrieländern leben jetzt schon mehr Menschen, die über 60 sind, als solche, die unter 14 sind. 2050 wird das Verhältnis zwischen ihnen sogar zwei zu eins betragen“,prognostiziert Richard Ehrmann. Die „Demografische Krise“ macht der Politik Angst, spätestens, seit klar ist, dass die sozialen Sicherungssysteme den Entwicklungen schon bald nicht mehr gewachsen sein werden. Um die wirtschaftlichen Folgen der Überalterung der Gesellschaft einzudämmen, schlägt Wolfgang Schäuble vor, das Rentenalter nach hinten zu verschieben: Eine Verlängerung der Lebensarbeitszeit sei gleichzeitig das wirksamste Vorsorgeprogramm gegen die Verbreitung von Demenz, meint der Innenminister. Junge Politiker sorgen sich unterdessen, dass die Nachfolgegenerationen zu kurz kommen. So hat sich ein parteiübergreifendes Bündnis für „Generationengerechtigkeit ins Grundgesetz“ gegründet, das die junge Minderheit der Gesellschaft schützen will.

Eva Herman: Die Emanzipation – ein Irrtum?
Gunnar Heinsohn: Die demographische Kapitulation
Richard Ehrmann: Europäer, seid fruchtbar und mehret euch!
Wolfgang Schäuble: Mit 67 Jahren ist noch lang nicht Schluss!
Martina Fietz: Der Aufstand der GGIGGs
Doris Schröder-Köpf: Jedes Kind ist ein Schatz
Karl Otto Hondrich: Die Bevölkerung schrumpft? Wunderbar!
Max A. Höfer: Durchschnittsalter 66
Gunnar Heinsohn: Wer hat mehr Söhne?
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