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| Ihre Meinung zu diesem Artikel |
| Leserkommentare |
| Paul Mommers (Münster) | 28.07.2010 |
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Ich habe vor kurzem selbst, die "Idee, die nicht zuende gedacht ist", wie Herr Nádas sehr schön das Holocaustmahnmal benennt, begehen, bzw. unterwandern können. Dieses ist sehr eindrücklich, genauso wie seine Gedanken dazu. Denn auch ich empfand und empfinde, totz seiner intensiven Wirkung, die Idee dieses Mahnmals nur halb gedacht, es fehlt etwas. Ich kann es nicht besser beschreiben, wie Sie es in Ihren sehr klaren Worten tun, Herr Nádas. Sie machen einen innehalten, sprachlos, nachdenklich. Danke! Ansonsten ist mir bei meinem Besuch ebenfalls aufgefallen, dass die gen Himmel strebenden Betonsäulen offensichtlich gerne von weniger denkenden Mitmenschen als (Liege-) Stühle gebraucht werden. Erleichtert ist mir dann weiter aufgefallen, dass es mittlerweile "Mahnmalwächter" gibt, die ebendiese an die eigentliche Bedeutung des Ortes zu erinnern versuchen. Ich werde Ihren Beitrag noch öfters lesen, und ich werde noch öfters diesen Platz aufsuchen. |
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| Anastasia (Braunschweig) | 18.06.2010 |
| Es geht weniger um die Frage ob das gewählte Denkmal gelungen ist und an die Verbrechen an den Juden erinnernt, als die die Frage, warum nur die Juden? Es lässt dich nicht abstreiten, dass diese Minderheit zu dem besonderen Sündenbock der NS-Zeit erwählt wurde, jedoch war das Vorgehen gegen diese ebenso fürchterlich wie gegen all die anderen zu lebensunwürdigen Menschen bestimmten Minderheiten. Es empört mich jedes Mal zu tiefst, dass es immer nur einseitig betrachtet wird und nur diese Gruppe bis in die heutige Zeit Druck auf Deutschland ausübt und diese grausame Tat immer wieder in den Vordergrund rückt, als gebe es nichts anderes. Ich finde den Autor dieses Artikels super, denn es ist das erste Mal seit langem, dass ich etwas Kritisches dazu lese. Leider jedoch kommen solche Artikel meistens aus dem Ausland, wo die Debatte immer wieder aktuell ist. Wenn man Denkmäler, vorallem in solch einer Größenordnung und zu einem solch stolzen Preis, dann sollte es für all die Nationalitäten und Gruppen errichtet werden.. nur das wäre fair. | |
| Hartmut Fritz (61479 Schlossborn) | 16.05.2010 |
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Das Denkmal ist absurd. Es setzt Massen von Betonklötzen an die Stelle von Menschen. Der Nationalsozialismus hat mit den gleichen Mitteln gearbeitet. Er wollte die Minderwertigkeitskomplexe der Deutschen, verursacht von der Niederlage im Ersten Weltkrieg, der Wirtschaftskatastrophe und der politischen Desorientierung, in der völkischen Massenbewegung und in einem tausendjährigen Reich auflösen. Ebenso soll das Denkmal Schuldbewusstsein der Deutschen in Gigantomanie auflösen, die an Naziarchitektur erinnert: Seht her, alle Welt, wir haben uns bekannt! Absurd ist, in eine Steinwüste eine Betonwüste zu setzen. Die Kinder (und Erwachsenen), die dort Verstecken und Fangen spielen, verhalten sich angepasst: Das Denkmal ist Dada. |
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| E. Heinicke (Bonn) | 15.05.2010 |
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Voriges Jahr machte der "Zug der Erinnerung" Station in meiner Stadt. Es war ein alter Zug aus der damaligen Zeit, noch mit Dampfbetrieb, mit dem die Deutsche Bahn die Deportationen in die Vernichtungslager durchgeführt hatte. Er war als Gedenkstätte mit den Fotos der transportierten jüdischen Kinder umgebaut worden, viele Fotos der Kinder und ihrer bestürzend kurzen Lebensbiografien. Es brach einem das Herz. Und sie alle sahen überhaupt nicht "jüdisch" aus auch nach damaliger offizieller Definition. Und ich dachte, auch ich hätte ebenso wie meine Geschwister so willkürlich ausgewählt worden sein können. Diese Kinder waren im selben Alter wie ich damals auch. Was ich nie begriffen habe: Hat nie einer der NS-Schergen und ihrer willfährigen Biologen- Wissenschaftler gesehen, geschweige denn je begriffen, dass es nie eine "Dominanz der Germanischen Rasse" gegeben hat? Bei allen Kreuzungen der verschiedenen Rassen haben sich IMMER die angeblich minderwertigen Rassenmerkmale der anderen, wie zB die Hautfarbe, durchgesetzt. Dieser Zug der Erinnerung hat in meinen Augen viel mehr zum Gedenken all der Opfer beigetragen als die schrecklichen kalten Steelen in Berlin. Hier steinerne Herzen gegen menschliches Entsetzen und große Trauer um all diese wunderbaren, willkürlich ermordeten Kinder. Und was Lea Rosh angeht: Sie hat sich einen jüdisch klingenden Namen angeeignet, um so völlig unangemessen sich in Szene zu setzen. Billig! Es läuft da etwas ziemlich falsch in unserem Land. Wieder einmal mehr. |
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| Christine Herold (z.z. China) | 14.05.2010 |
| Schade. So kurz gedacht? Natürlich hat der Autor recht, aber hätte er diesen Artikel mit all diesen Versäumnissen ohne dieses Mahnmal geschrieben? | |
| Helga Zießler (Groß Grönau) | 13.05.2010 |
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Dank für die Veröffentlichung dieses wunderbaren Textes von Péter Nádas. Dem ist nichts hinzuzufügen. Wenn weiter vorn ein Anonymus schreibt "Der Artikel beweist, dass das Mahnmal seine Aufgqabe erfüllt - sich mit der Geschichte zu beschäftigen, sie nicht zu vergessen", dann hat er diesen Essay nicht verstanden. Denn genau das gelingt diesem Mahnmal nicht. |
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| Peter Hockenholz (Kestel-Alanya/Türkei) | 13.05.2010 |
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Cicero hat einen neuen Dauerleser; Kompliment dem Autor. Seine Ausführungen sind bewegend - und so fürchterlich aktuell. Das Unterlassen, auch die vielen Menschen, ermordet von den Kommunisten in der sogenannten DDR, mit einzubeziehen, sei seiner Nationalität geschuldet., |
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| Josefine Geier (Berlin) | 13.05.2010 |
| Sehr guter Artikel! Dem ist nichts hinzuzufügen. Vielen Dank und meine Hochachtung an Péter Nádas. | |
| tom appleton (wellington, NZ) | 13.05.2010 |
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interessant. ich wusste auch nicht, wer lea rosh ist oder war. ich habe dieses monument immer als irrgarten verstanden, in dem man sich verläuft und selber die auswegslosigkeit der situation eines menschen in einem KZ nachempfinden soll. aber es ist klar, dass die leute sich über diese quadern erheben und dort sonnenbaden werden. irgendwann werden auch die giftler sich dort einfinden und sich ihre schüsse setzen, oder irgendjemanden dort umbringen. man kann so etwas nicht als park aufziehen, es muss, wenn schon, als gedächtnisstätte funktionieren, notfalls mit einer permanenten militärischen ehrengarde und einer entsprechenden umzäunung. man kann es betreten, aber man trägt sich ein und trägt sich aus, usw. das ganze ist störend, ein stachel im fleisch. dann kann es wirken. |
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| Karolus (Berlin) | 12.05.2010 |
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Für diesen Artikel bin ich dankbar, deutet er doch an, dass der vorgeschobene Zweck nicht erreicht wird, ja das vielmehr der ernsthafte Besucher sich durch sich deplaziert verhaltende Besucher irritiert fühlen muss. Es hätte dieses Denkmals NICHT bedurft, gab es doch vorher in Berlin bereits das Jüdische Museum und, wichtiger noch, das Haus der Wannseekonferenz. Immer dann, wenn ich als Berliner an dem Stelenfeld vorbeifahre, muss ich an die unsägliche, sich Lea Rosh nennende Frau denken. |
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| Spicker Ruth (Berlin) | 12.05.2010 |
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Fr.Backenzahn, gen, L.Rosh hat sich gedenkmalt. Ansonsten gibt es Steinquader zum sehen und turnen. Diese Idee des Nichtgedenkens ist und war absurd. Mein Vater (A 103926) war zwei Jahre in Auschwitz, danach Todesmarsch via Mauthausen, Melk und Ebensee und nur dank der GI überlebt, aber trotzdem fast tot "aufgefunden". Von allen Anderen ist bei dieser Klamottenwüste nichts zu entdecken. Wäre Fr.L.R. doch bei ihren Leisten geblieben. Ruth Spicker. |
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| () | 12.05.2010 |
| Der Artikel beweist, dass das Mahnmal seine Aufgqabe erfüllt - sich mit der Geschichte zu beschäftigen, sie nicht zu vergessen. | |
| Alfred Vail () | 12.05.2010 |
| Zumindest für wem das Denkmal in Berlin errichtet wurde wissen wir: für Frau Lea Rosh. | |
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